Naturheilkundlichen Praktiken (NHP)

 

Naturheilkundliche Praktiken umfassen verschiedenste Behandlungsformen. Ich arbeite mit allen erwähnten Therapieformen dem jeweiligen Bedürfnissen angepasst, einzeln und/oder kombiniert.

 

Die naturheilkundlichen Praktiken (NHP) sind ein umfassendes Heilsystem, zu dem eine Vielzahl unterschiedlicher Diagnose- und Therapieverfahren gehört. Im Mittelpunkt steht jeweils die Heilkraft der Natur.

 

 

Sie basieren auf dem Wissen, dass der menschliche Körper normalerweise über genügend Selbstheilungskräfte verfügt, um sich selbst gesund zu erhalten und im Krankheitsfall zu heilen.

 

 

Eine ungesunde Lebensführung, wie zum Beispiel falsche Ernährung, Mangel an Bewegung, Schlaf und frischer Luft sowie körperliche oder seelische Belastungen, kann die Eigenregulation des Körpers stören und dadurch Krankheiten auslösen.

 

 

Bei einer Behandlung mit naturheilkundlichen Praktiken stehen in der Regel nicht die einzelnen Krankheitssymptome im Mittelpunkt, sondern es wird versucht, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürlichem Weg anzuregen und zu unterstützen.

Mit dem Blick auf die Ganzheit, werden natürlich auch akute Geschehen behandelt, im Wissen, dass Symptomfreiheit nicht immer mit Gesundheit gleichzusetzen ist.

  • allen Erkrankungen, da durch die verschiedenen Methoden die Selbstheilungskräfte angeregt werden.

Das Grundprinzip der Naturheilkunde geht auf die griechische Antike zurück. Der griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) als Vertreter der umfassenden Humoralpathologie (Viersäftelehre) machte sich für die Heilkraft der Natur stark. Er war überzeugt davon, dass eine natürliche Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und mit ausreichend Bewegung und Ruhe die Voraussetzung für eine gute Gesundheit sei.

Durch die Jahrhunderte hindurch änderten sich die therapeutischen Konzepte, aber das naturheilpraktische Denkmodell blieb erhalten. So stellte auch der Arzt und Alchemist Paracelsus (1493-1541) die Heilkraft der Natur in den Mittelpunkt seines Denkens und betonte, dass für jede Krankheit ein Heilmittel in der Natur gefunden werden könne.


Im Verlauf der Jahrhunderte bildete sich eine „Heilerhierarchie“ heraus zwischen akademisch ausgebildeten Ärzten, Wundärzten, Apothekern und Hebammen einerseits und den Heilkundigen unterschiedlicher Herkunft und Ausbildung andererseits. Erfahrungsheilkundige wurden abschätzig auch als „Quacksalber“, „Scharlatane“ oder „Kurpfuscher“ bezeichnet. Bis ins 19. Jahrhundert wendeten aber auch gelehrte Ärzte Ausleitende Verfahren wie zum Beispiel den Aderlass an. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Medizin mehr und mehr wissenschaftlich. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte sich der Berufsstand der Ärzte durch, denen nun die ausschliessliche Kompetenz in medizinischen Fragen zugeschrieben wurde.

 

Erste grosse Schwierigkeiten mit dem Ärztestand bekam der bekannte Schweizer Kräuterpfarrer Johann Künzle. Bevor ihm die Ausübung seiner Heilmethode erlaubt wurde, musste er einen heftigen Kampf mit den Behörden ausfechten. Eine spontane Volksinitiative ebnete ihm den Boden zur Erreichung seines Zieles.

Als 65jähriger Student mußte Pfarrer Künzle im Jahre 1922 vor einer Ärzteprüfungskommission ein Examen ablegen, das er glänzend bestand. So wurde er behördlich als Kräuterpfarrer anerkannt und mit einem Schlage weltberühmt. Vom In- und Ausland pilgerten leidende Menschen (darunter selbst gekrönte Häupter) zum Priesterarzt nach Zizers. Er wurde zum autoritären Hierarchen der Botanik und der giftfreien Kräuterheilkunde.

 

 

Seither gibt es in verschieden Kantonen der Schweiz eine Heilpraktikerprüfung, die beim Bestehen zu einer kantonalen Approbation (Berufsausübungsbewilligung) führt.