Diätetik

Die Diätetik (lateinisch diaita = Lebensweise) ist eine naturheilkundliche Praktik und umfasst alle Massnahmen, die im Sinne einer geregelten Lebensweise zur Gesunderhaltung oder Heilung beitragen. Im Vordergrund stehen vor allem therapeutische Diätverordnungen.

 

Die ganzheitlichen naturheilkundlichen Praktiken basieren auf dem Wissen, dass der menschliche Körper normalerweise über ausreichend Selbstheilungskräfte verfügt, um sich selbst gesund zu erhalten und im Krankheitsfall zu heilen. Eine ungesunde Lebensführung, wie zum Beispiel falsche Ernährung, Mangel an Bewegung, mangelnde Regenaration, körperliche oder seelische Belastungen kann die Eigenregulation des Körpers stören und dadurch Krankheiten auslösen. Bei einer Behandlung mit naturheilkundlichen Praktiken stehen nicht die einzelnen Krankheitssymptome im Mittelpunkt, sondern es wird versucht, die Selbstheilungskräfte des Körpers auf natürlichem Weg anzuregen und zu unterstützen.


Sowohl alternative als auch konventionelle Gesundheitssysteme legen heute vermehrt Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Diese sollte überwiegend aus pflanzlichen, ballaststoffreichen Lebensmitteln mit hoher Nährstoffdichte bestehen, das heisst einem guten Verhältnis von einerseits Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiss und andererseits Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Saisonale und regionale Frischprodukte stehen uns in einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis zur Verfügung und helfen uns gesund zu werden oder bleiben.

 

Bei blockierter Stoffwechsellage kann eine kurzfristige Substitution mit Mineralstoffen oder Vitaminen notwendig sein.

Ansonsten halte ich es mit Hippokrates, der einst sagte:

 

Die Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und die Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein!

 

Das Grundprinzip der Naturheilkunde geht auf die griechische Antike zurück. Der griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) als Vertreter der umfassenden Humoralpathologie (Viersäftelehre) machte sich für die Heilkraft der Natur stark. Er war überzeugt davon, dass eine natürliche Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und mit ausreichend Bewegung und Ruhe die Voraussetzung für eine gute Gesundheit sei.

Zu Beginn des 19./20. Jahrhunderts entstanden im Rahmen der Naturheilkundebewegung neue Ernährungs- und Gesundheitskonzepte, bekannt durch Pfarrer Kneipp, des Schweizer Arztes Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867-1939) und dem deutschen Hygieniker und Mikrobiologen Werner Kollath (1892-1970).